- Sieben verbreitete Vorurteile zu Wärmepumpen im Faktencheck
- Von Anschaffungskosten und Lautstärke bis Altbau und Lebensdauer
- Entscheidend für Effizienz und Lebensdauer ist die fachgerechte Planung
Die Wärmepumpe etabliert sich in den letzten Jahren als umweltfreundliche und effiziente Alternative zu klassischen Heizungen mit fossilen Brennstoffen. Verschiedene Wärmepumpenarten nutzen die kostenlose Umweltwärme aus Luft, Erde oder Wasser und tragen so zu einer nachhaltigen Wärmeerzeugung bei.
Trotz der zahlreichen Vorteile halten sich rund um das Thema Wärmepumpen viele Mythen und Vorurteile, die oft nicht den tatsächlichen Fakten entsprechen. Im Folgenden werden die sieben größten Mythen zu Wärmepumpen aufgeklärt, damit Sie künftig besser zwischen Mythos und Realität unterscheiden können.
Mythos 1: Wärmepumpen sind zu teuer
Fakt ist: Die Anschaffungskosten einer Wärmepumpe belaufen sich schnell auf bis zu 30.000 Euro. Die Kosten variieren dabei stark von Projekt zu Projekt. Faktoren wie der Gebäudezustand und die Art der Wärmepumpe spielen dabei eine Rolle. Der Staat bietet aktuell jedoch sehr attraktive Fördermöglichkeiten im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), die unter bestimmten Voraussetzungen Zuschüsse von bis zu 21.000 Euro mit sich bringen.
Außerdem punktet eine Wärmepumpe vor allem durch ihre Wirtschaftlichkeit nach der Investition. Die langfristige Kostensenkung sorgt für eine schnelle Amortisation und spart Ihnen in der Zukunft noch einiges an Geld.
Mythos 2: Wärmepumpen sind zu laut
Auch diese Behauptung ist zumindest nicht vollkommen falsch. Luft-Wasser-Wärmepumpen, die an einem ungünstigen Ort aufgestellt werden, können zum Beispiel zu einer erhöhten Schallemission führen, also etwas lauter werden. Sachgerecht aufgestellte moderne Wärmepumpen sind in der Regel jedoch nicht lauter als ein Kühlschrank.
Zu beachten gilt hier, dass es einige Vorschriften zum fachgerechten Aufbau von Wärmepumpen gibt, damit so wenig Schall wie möglich entsteht und keiner Ihrer Nachbarn durch sie gestört werden kann. Sorgfältige Planung mit Ihrem Installateur ist dafür essenziell.
Erdwärmepumpen wie z. B. Sole-Wasser-Wärmepumpen benötigen übrigens überhaupt keine schallproduzierende Außeneinheit. Fazit zum Mythos: Die Lautstärke ist bei Wärmepumpen, insbesondere mit sorgfältiger Planung, kein Faktor.
Mythos 3: Wärmepumpen eignen sich nicht für den Altbau
Wärmepumpen sind in Neubauten bereits die Standardlösung, doch bei Altbauten hält sich das Vorurteil ziemlich hartnäckig, dass Wärmepumpen nicht gut umsetzbar sind. Etliche Praxisbeispiele zeigen jedoch, dass dies nicht der Fall ist. Tatsächlich profitieren Altbauten am meisten von den staatlichen Förderungen.
Fakt ist: Auch für Ihr altes Bestandsgebäude lohnt sich eine Wärmepumpe – auch hier wird lediglich eine sorgfältige Planung benötigt.
Mythos 4: Wärmepumpen eignen sich nicht für Mehrfamilienhäuser
Die Praxis zeigt das Gegenteil. Wärmepumpen können gerade bei der Modernisierung von Mehrfamilienhäusern mit Zentralheizungen sehr gut funktionieren – sowohl als eigenständige Lösung als auch in Kombination mit fossilen Spitzenlastgeräten.
Installateure und Heizungsfachbetriebe können dabei auf eine immer größere Auswahl an standardisierten Systemen zurückgreifen, die für unterschiedliche Einsatzbereiche geeignet sind. Ob gestaffelte Systeme mit Luft-Wasser-Wärmepumpen in kleinen Mehrfamilienhäusern oder kombinierte Anlagen mit verschiedenen Wärmequellen in größeren Gebäuden – viele Varianten sind möglich und bereits vielfach erfolgreich im Einsatz. Dennoch ist es sinnvoll, in Wärmenetz-Entwicklungsgebieten auch den Anschluss an ein Wärmenetz als wirtschaftliche und technische Alternative zu prüfen.
Mythos 5: Wärmepumpen funktionieren in kalten Wintern nicht
Sogar bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad in der kalten Jahreszeit liefern das Erdreich, das Grundwasser und die Umgebungsluft weiterhin ausreichend Wärme, sofern die Wärmepumpe fachgerecht installiert ist. Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen, die außerhalb des Hauses installiert werden, verhindert eine automatische Abtaufunktion das Vereisen des Wärmeüberträgers. In den meisten Wärmepumpen ist außerdem für extrem kalte Tage ein Heizstab verbaut. Dieser kommt dann zum Einsatz, wenn der Pufferspeicher der Wärmepumpe auf normalem Weg nicht mehr mit ausreichend Wärme versorgt wird.
Eine Wärmepumpe verliert nicht einfach ihre Funktion, wenn es draußen kalt ist. Bei extremer Kälte sinkt ihre Effizienz lediglich ein wenig, weshalb sie mehr Strom als üblich verbraucht.
Mythos 6: Wärmepumpen sind Stromfresser
Dass Wärmepumpen Strom verbrauchen, stimmt auf jeden Fall. Dennoch verfügen sie über eine höhere Energieeffizienz als beispielsweise Öl- oder Gas-Heizsysteme. Bereits bei einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3 haben Wärmepumpen ein Drittel weniger Energiebedarf als eine vergleichbare Brennwertheizung.
Sie sparen also Energie und Heizkosten. Der Stromverbrauch erhöht sich zwar, aber nur, weil Strom nun als Energieträger fungiert.
Mythos 7: Wärmepumpen haben keine hohe Lebensdauer
Die Wärmepumpe wurde in den letzten Jahren immer weiterentwickelt. Ihre Lebensdauer ist mittlerweile vergleichbar lang wie die fossiler Brennwertgeräte und liegt bei ca. 20 Jahren.
Wirklich entscheidend für die Lebensdauer von Wärmepumpen sind die Qualität der Geräte sowie die Kompetenz des Installateurs. Eine sorgfältige, auf Ihr Projekt abgestimmte Planung sowie regelmäßige Wartungen sorgen dafür, dass Sie Ihre Wärmepumpe über viele Jahre hinweg effizient und zuverlässig nutzen können.
RKS – Ihr Partner für Wärmepumpentechnik
Die RKS Retzbach Klima Service GmbH wurde 1990 als GKS Klima-Service GmbH in Garbsen gegründet. Seit 2009 gehört die Wärmepumpentechnik fest zum Leistungsspektrum. Heute arbeiten an sechs Standorten in Garbsen, Hannover, Hildesheim, Celle, Braunschweig und Börde über 150 Mitarbeiter – von der Planung über die Installation bis zur Wartung, alles aus einer Hand. Genau diese sorgfältige Planung, die in jedem der sieben Mythen den Unterschied macht, ist der Kern unserer Arbeit. Aufs Grad genau.


















